Tin Ngoại Ngữ

Belgien: Bischöfe stellen sich gegen Euthanasierung Demenzkranker

Rom, 4. März 2015 (ZENIT.org) Redaktion

Die belgischen Bischöfe haben erneut die Achtung der Würde der menschlichen Person, auch der Demenzkranken, in einer Stellungnahme vom Montag eingefordert. In der in den Tageszeitungen „De Standaard“ und „La Libre Belgique“ veröffentlichten Erklärung, stellen sie sich entschieden gegen die Euthanasie von Menschen mit Demenz.

Sie prangern ein „Euthanasieklima“ in Belgien an, seit der Verabschiedung des Gesetzes über die Sterbehilfe im Jahr 2002: „Die Verschiebung, die für unsere Zeit absehbar war, ist Wirklichkeit geworden. Die Grenzen des Gesetzes werden systematisch umgangen oder verletzt. Die Bandbreite der Patientengruppen, die für Sterbehilfe in Betracht kommen, wird immer größer.“

Sie warnen vor zwei Kriterien, die ein Klima der Euthanasie befördern: Zum einen ein Verständnis von Autonomie, das mit übermäßigem Individualismus beschrieben werden kann, wenn es eigentlich um Beziehung oder um Verbundenheit gehen sollte. Und der Begriff der „Lebensqualität“, der nicht einer objektiven Definition diene, so dass die subjektiven Aspekte mit höherer Wahrscheinlichkeit vorherrschten.

Die Bischöfe äußern ihren heftigen Widerstand als Reaktion auf die erneute Erweiterung des Gesetzes, in dem es um die Euthanasie von Menschen mit Demenz geht. Die Konfrontation mit einer dementen Person müsse zuerst empören, die ethische Verantwortung sich ihrer anzunehmen. Sie erinnern daran, dass ein dementer Mensch eine ganze Person bleibt – bis zum natürlichen Tod. Die Würde des Menschen könne nicht davon abhängen, über bestimmte Fähigkeiten zu verfügen oder nicht. Sie hinge unveräußerlich mit der einfachen Tatsache zusammen, zur Gattung Mensch zu gehören.

„Das moralische Niveau einer Gesellschaft wird daran gemessen, wie sie die schwächsten ihrer Mitglieder behandelt“, betonen sie, und appellieren daran, „nicht die Tür zur Euthanasie“, sondern die „der Brüderlichkeit und der Solidarität zu öffnen“. Sie ermutigen die Gesellschaft, für ihre schwächsten Mitglieder Verantwortung zu übernehmen, in dem sie für den Nachweis und eine genaue Diagnose der Demenz, die Unterstützung der Betreuer, sowie für ausreichende Ressourcen für die palliative Versorgung der Patienten in der Demenz-Endphase und ausreichende Mittel für Pflegeheime und Pflege eintreten. Die Gesellschaft müsse auch weiterhin für das Ende des Lebens eine Versorgung von hoher Qualität anbieten. (mk)

( 4. März 2015) © Innovative Media Inc.

Khách truy cập

Hôm nay:472
Hôm qua:22897
Tuần này:102845
Tháng này23369
Số Lượt Truy Cập:36715390
Số khách đang Online 560